Weekly News

Martin Öjes NACHHALTIGKEIT

Die Geschichte hinter Dreamhack – Martin Öjes

Martin Öjes kaufte seinen ersten PC, als er in die 5. Klasse ging. The rest is history, wie man so schön sagt.

„Am Ende reichte der Speisesaal der Schule nicht mehr aus.“

Wohl kaum hatte er damals geahnt, dass er mit seinem leidenschaftlichen Interesse für Computer und Programmierung den Grundstein dafür legte, was sich Jahrzehnte später zum größten Computerfestival und zur größten LAN-Party der Welt entwickeln würde.

„Alles begann damit, dass ich mit ein paar Freunden daran herumtüftelte, eigene Programme zu schreiben. Unser Interesse galt vor allem der Programmierung und der Entwicklung eigener Computerspiele”, sagt Martin Öjes.

Martin kaufte seinen ersten Computer, als er elf Jahre alt war. Später in der Oberstufe lernte er Kenny Eklund kennen. Sie teilten dasselbe leidenschaftliche Interesse für Computer und sprachen im Prinzip über nichts Anderes. So hatten sie eines Tages die Idee, weitere Gleichgesinnte zu su-chen und erste Programmierertreffen zu organisieren. Gesagt, getan: Martin und Kenny mieteten ein Vereinslokal und luden andere Computerfreaks ein, mit ihren Computern und genügend kühlen Getränken teilzunehmen.

„Wir waren Nerds im Reinformat. Es machte uns riesigen Spaß, die Treffen zu organisieren, und es kamen tatsächlich auch immer mehr. Wir durften den Speisesaal der Schule nutzen, aber am Ende reichte auch der nicht mehr aus. Die Kabel lagen kreuz und quer, und die Leute saßen mit ihren Computern weit draußen in den Fluren“, erinnert sich Martin.

Es wurde deutlich, dass die Nachfrage nach dieser Art Forum riesig war, und Martin und Kenny überlegten schon, wie sie die beliebten Treffen auf ein neues Niveau heben könnten.

„Wir hatten enorme Pläne und waren wohl auch etwas von der Hybris gepackt“, lacht Martin. Wir beschlossen, die größten Veranstaltungshallen zu mieten.

Dieses Unterfangen entpuppte sich als sehr teuer, doch die jungen Männer ließen sich nicht abhalten. Beharrlichkeit führt zum Ziel, und nach einigen Diskussionen mit den Eigentümern konnten sie sich schließlich einigen.

„Wir mussten für die Veranstaltung überhaupt nie werben, das Gerücht verbreitete sich auch so wie ein Lauffeuer. Wir hatten auch kein Programm, alles was wir sagten, war im Prinzip: Nehmt Euren Computer, einen Schlafsack und etwas zu trinken mit und kommt“, so Martin. „Mit dem Umzug ins Messezentrum wurde Dreamhack zur größten LAN-Party der Welt. Die Menschen pilgerten aus allen Teilen der Welt hierher, und parallel zu den Spielen hatte auch der E-Sport einen immer größeren Anteil an dem Event.“

Seit der ersten Veranstaltung im November 1994 hat sich die schwedische DreamHack zum welt-größten eSports-Festival entwickelt. Inzwischen finden jährlich drei Events statt, die zusammen zehntausende Besucher und Teilnehmer anlocken. Martin Öjes ist heute jedoch nicht mehr daran beteiligt.

Die DreamHack Leipzig ist die offizielle Plattform für den gesamten deutschsprachigen Raum.

Die Gaming-Community fiebert der Premiere entgegen, die vom 22. – 24. Januar auf dem Messegelände in Leipzig stattfinden wird. Als deutsche Plattform des weltgrößten eSports-Festivals bietet sie drei Tage lang ein vollgepacktes Programm, bei dem Hardcore-Gamer und Gelegenheitsspieler gleichermaßen voll auf ihre Kosten kommen. Hauptbestandteile der DreamHack Leipzig sind ein LAN-Bereich mit über 1.000 Plätzen, zahlreiche eSports-Turniere mit insgesamt sechsstelligen Preisgeldern, die vor Publikum auf Großleinwänden übertragen werden. Auf der Ausstellung DreamExpo mit dem dazugehörigen DreamStore werden Innovationen aus den Bereichen Hardware, Software, Games und Zubehör angeboten. Abgerundet wird der Festivalcharakter durch ein umfangreiches Eventprogramm an allen drei Veranstaltungstagen. Die Tickets für den LAN-Bereich der DreamHack Leipzig waren bereits zweieinhalb Wochen nach dem Start des Vorverkaufs restlos vergriffen. „Computerspiele haben sich zu einem festen Bestandteil unseres Zeitgeists entwickelt. Bester Beweis sind die riesigen LAN-Partys und eSports-Turniere, bei denen Gamer aus aller Welt vor einem begeisterten Publikum ihre Fähigkeiten zeigen“, erklärt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Mit der DreamHack Leipzig etablieren wir eine Marke mit internationaler Strahlkraft in Deutschland. Als jährliche Veranstaltung wird sie zu Deutschlands größter LAN-Party und zum europaweiten Kräftemessen der eSports-Community.“

Als Martin Öjes und sein Kumpel Kenny damals mit ihren Programmierertreffen begannen, waren es nur Jungs, die daran teilnahmen. Heute ist Martin Öjes selber Vater, und besuchte in diesem Jahr zum ersten Mal die DreamHack mit seiner elfjährigen Tochter. „Es war ein Riesenspaß, wir haben beide gespielt. Als wir die Dreamhack besuchten, hatte ich ein bisschen das Gefühl, als ob ein Kreis sich schließen würde“, sagt Martin Öjes.

Nach mehreren Jahren Abstinenz schließt sich der Kreis auch in Leipzig, wenn es heißt „Gaming is coming home”.

Fakten

Fakten

Die DreamHack ist das weltweit größte Computer-Festival. Kern und Ursprung von DreamHack ist die LAN-Party – die beiden größten Festivals sind das DreamHack Summer im Juni und das DreamHack Winter im November. Die Events bieten eine Plattform für eSport, Wissen und kreative Wettbewerbe, Music Acts, Vorträge von Spieleentwicklern, Internet- und Game-Kultur, Cosplay, die Ausstellung DreamExpo und vieles mehr.

Teile diesen Artikel

Journalist

Nina Quist

Weitere Artikel