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Alle zwei Jahre verdoppelt sich das weltweit erzeugte Datenvolumen. FORSCHUNG

Möglichkeiten durch Digitalisierung

„Qualifizierte Fachkräfte sind eine der wichtigsten Ressourcen des Wirtschaftsstandorts Deutschland.“

Smart Home – Einbruchschutz

Im vergangenen Jahr nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland um fast zehn Prozent auf mehr als 167.000 Einbruchdiebstähle zu. Grund genug, nicht nur Fenster und Türen zu sichern, sondern grundsätzlich über mehr Sicherheit in Haus und Wohnung nachzudenken.

Inzwischen bieten viele Unternehmen Sicherheitssysteme im Bereich von Smart Home-Lösungen an. Die intelligente Haustechnik sorgt dafür, dass man sich besser schützen kann. Dazu gehören beispielsweise Kameras oder Bewegungsmelder, aber auch Tür- und Fensterschlösser, die man mithilfe einer App steuern kann, unabhängig ob man zu Hause, bei der Arbeit oder auf Reisen ist.

So kann man beispielsweise von unterwegs das Licht einschalten oder die Rollläden herunterlassen, sodass die eigenen vier Wände einen bewohnten Eindruck machen. Beim Kauf und vor allem bei der Installation eines derartigen Systems sollte man darauf achten, dass die Anlagen durch ein qualifiziertes Fachunternehmen eingebaut werden.


Ambient Assistant Living – Sicherer im Alltag

Auch wenn Umfragen immer wieder belegen, dass rund 70 Prozent aller Deutschen den Begriff „Internet der Dinge“ nicht kennen, so ziehen die webbasierten Technologien immer stärker in unseren Alltag ein und können unser Leben sicherer machen.

Die kleinen Alltagsassistenten werden unter dem Begriff Ambient Assistant Living zusammengefasst und kommen in vielen Bereichen vor. Und zwar vor allem dort, wo sich Abläufe automatisieren lassen. Dies sind zum Beispiel die (Tele-)Medizin, die häusliche Pflege, Kommunikation, aber auch bei Sicherheitsaspekten. Viele Systeme sind auf Sensorik aufgebaut. So können Sensoren erkennen, ob ein Patient, der zu Hause versorgt wird, möglicherweise gestürzt ist. Andere messen wiederum Blutwerte, die webbasiert in eine Notrufzentrale übermittelt werden.

Auch Wearables, also tragbare Computer beispielsweise in smart watches oder in Kleidung verarbeitet, sind keine Zukunftsmusik mehr. Dass diese Technologien nicht nur technischer Gimmick sind, zeigt, dass Versicherungsgesellschaften inzwischen die Wearables nutzen, um ihren Kunden spezielle Gesundheitstarife anzubieten.


Industrie 4.0 – IT-Aus- und Weiterbildung

Rund 43.000 Stellen im IT-Bereich sind nach wie vor unbesetzt, warnt der Branchenverband BITKOM. Die Folgen des Fachkräftemangels sind eklatant. Denn schon jetzt treibt der IT-Fachkräftemangel deutsche Unternehmen ins Ausland. Viele Unternehmen bemängeln überdies die geringe Zahl an Hochqualifizierten. Ohne diese Fachleute werden die Herausforderungen an die Industrie 4.0 jedoch nicht möglich sein. Vor allem der Mittelstand hat damit Probleme. Darauf will die Politik jetzt reagieren. „Wir bieten den kleinen und mittleren Unternehmen gezielte Möglichkeiten, dringend benötigtes Personal zu gewinnen und verbessern die Rahmenbedingungen. Qualifizierte Fachkräfte sind eine der wichtigsten Ressourcen des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, sagt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. „Das ist angesichts der wachsenden Kluft zwischen KMU und Großunternehmen besonders wichtig“. So hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2016 ein Sonderprogramm für die digitale Ausstattung überbetrieblicher Ausbildungsstätten (ÜBS) gestartet. „Wir wollen erreichen, dass in der beruflichen Ausbildung digitale Kompetenzen stärker vermittelt werden. Wenn die Fachkräfte die erworbenen digitalen Fähigkeiten an ihrem Arbeitsplatz einbringen, hilft das den Unternehmen auch beim Thema Industrie 4.0“, so Wanka. Das Thema digitale Bildung wird laut Wanka auch im Fokus des nächsten IT-Gipfels stehen.


Big Data – Wohin mit den Daten?

Alle zwei Jahre verdoppelt sich das weltweit erzeugte Datenvolumen. Jeder Zugriff auf den Computer, ins Internet, jede Finanztransaktion, jedes Telefonat erzeugt Daten, die entsprechende Begehrlichkeiten hervorrufen. Zum einen bei den Sicherheitsbehörden, die daran interessiert sind, anhand bestimmter Datenprofile, Sicherheitsrisiken zu entdecken und beispielsweise Terroranschläge zu verhindern oder Kapitalverbrechen aufzuklären.

Andererseits entstehen durch automatisierte Prozesse so viele Daten, dass die Entwickler keine Speichermöglichkeiten mehr finden. Derzeit werden IT-Architekturen entwickelt, die es möglich machen, bestimmte Daten zu vergessen, weil sie irrelevant geworden sind. Es werden dabei am Ende von Prozessen nur noch Daten gespeichert, die tatsächlich wertvoll sind. Ein Beispiel: Schon beim automatischen Einparken eines Autos entsteht eine Flut von Daten. Bislang werden diese komplett gespeichert, obwohl sie bedeutungslos geworden sind, da das Auto ja erfolgreich eingeparkt hat. Man könnte sie also löschen und durch eine Logdatei ersetzen, in dem notiert wird, dass das Auto erfolgreich eingeparkt hat.

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Journalist

Frank Tetzel

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