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Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes für Bildung und Erziehung KARRIERE

Drei Fragen an Udo Beckmann über die Digitalisierung im Schulalltag

Die Umsetzung individueller Lernformen wird erleichtert.

Ab welchem Alter sollten Kinder an digitale Geräte herangeführt werden?

Es gibt keine allgemeingültige Empfehlung. Wichtig ist, dass die Medien altersgerecht eingesetzt werden und die Nutzung unter der Aufsicht der Eltern bzw. unter Anleitung von pädagogischem Personal stattfindet und zeitlich limitiert wird.

Was bringt der Einsatz digitaler Medien in der Schule?
Laut einer Forsa-Lehrerbefragung von Dezember 2015, die der VBE zusammen mit Bitkom und Learntec beauftragte, sehen neun von zehn Lehrkräften große Vorteile für die Verbesserung des Unterrichts. Die Umsetzung individueller Lernformen wird erleichtert. Dadurch wird der Unterricht ansprechender und anschaulicher, findet mehr Akzeptanz bei den Schülern und fördert die Medienkompetenz.

Wie stehen Sie zu dem Einsatz privater Geräte im Unterricht?
Setzen Schüler ihre privaten Geräte ein, kann dies zu einer weiteren Verstärkung der Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft führen. Wenn die Politik die digitale Bildung voranbringen und die Medienkompetenz stärken möchte, muss eine Basisausstattung mit Hard- und Software durch den Staat gewährleistet werden.

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Journalist

Katja Deutsch

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