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Mobil und zwischendurch

Mobile Gaming liegt voll im Trend. Die Spieleentwickler erschließen sich neue Zielgruppen.

Der Siegeszug der Smartphones und Tablets hält an. Das Smartphone ist inzwischen sogar die beliebteste Gaming-Plattform. 78 Prozent der Gamer nutzen die mobilen Geräte zum Spielen. Das ist ein Zuwachs von 34 Prozent in nur zwei Jahren, rechnet der IT-Verband Bitkom vor.

Ein Grund für den Erfolg von Mobile Games sind vor allem die Gelegenheitsspiele oder Casual Games, die zum Beispiel für die Wartezeit beim Arzt oder für die Bahnfahrt zur Arbeit entwickelt werden.

„Games sind mittlerweile eine ernstzunehmende Freizeitgröße für alle Altersgruppen“, sagt Andrea Peters, Vorstandsvorsitzende von media.net berlinbrandenburg. Die Hauptstadtregion gilt als Zentrum eines europaweiten Netzwerks der Spieleindustrie.

So erschließt das Berliner Unternehmen Wooga mit seinen mobilen Spielen neue Zielgruppen. Eine davon sind Frauen über 40 Jahre. Der Download der zumeist kostenlosen Spiele erfolgt im App-Store. Nur rund fünf Prozent der User bezahlen Geld, um weitere Inhalte hinzuzukaufen. Das Geschäftsmodell rechnet sich jedoch über die Masse. Das Wooga-Spiel Diamond Dash zum Beispiel wurde weltweit über 200 Millionen Mal heruntergeladen.

„Es ist spannend zu sehen, wie unsere in Berlin entwickelten Spiele fast überall auf der Welt funktionieren“, sagt Wooga-Pressesprecherin Maike Steinweller. Nur in Asien ticken die Gamer anders. Deshalb hat das Unternehmen eine Niederlassung in Tokio eingerichtet, um den Markt dort besser zu verstehen.

Wie wirtschaftlich wertvoll die Branche ist, zeigt sich an einem anderen Beispiel. Candy Crush Saga ist ein mobiles Spiel, das in den Charts der umsatzstärksten Apps seit Jahren in den Top 10 steht. Produziert wurde es von King Digital Entertainment. 2015 übernahm das US-Unternehmen Activision Blizzard den britischen Spieleentwickler – für fast sechs Milliarden Dollar.

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Journalist

Helge Stroemer

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