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Neue Wege der Krebstherapie


Prof. Dr. med. habil. Prof. h.c. Matthias Birth, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am HELIOS Hanseklinikum Stralsund

Eine fortgeschrittene Krebsdiagnose ist häufig kein Grund aufzugeben. Erfreulicherweise gibt es zunehmend Behandlungsansätze und gezielte Therapien, die selbst bei inoperablen Tumoren oder Bildung von Metastasen die Lebenserwartung signifikant erhöhen können. Deutlich wird diese Entwicklung am Beispiel des fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist von allen Tumoren mit der schlechtesten Prognose verbunden. Nach der Diagnose und ohne Therapie bleiben den meisten Patienten nur rund sechs Monate Lebenszeit – mit einer konventionellen Chemotherapie im statistischen Mittel ein Jahr. Durch die Irreversible Elektroporation (IRE) konnte eine Verlängerung der Lebenserwartung auf durchschnittlich 23-28 Monate, im Einzelfall auch ein Langzeitüberleben erreicht werden – und das bei hoher Lebensqualität. 

Heilungschancen bei Hautkrebs durch Automatisches Total Body Mapping

Bei diesem Verfahren werden die Krebszellen mit mehr als 1.000 Volt starken Stromstößen devitalisiert, ohne das Gewebe thermisch zu zerstören. Die Behandlungskosten  werden durch die Krankenkassen übernommen. Hanseklinikum Stralsund gehört zu den führenden Zentren auf diesem Gebiet weltweit. Wir sollten uns gerade bei scheinbar ungünstigen Befundkonstellationen wie dem Bauchspeicheldrüsenkrebs immer wieder trauen, neue Wege zu prüfen.

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Journalist

Nicole Bitkin

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