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Eigenständige Anlagen können einen großen Teil der Energie liefern, die in einem Gebäude benötigt wird. UMWELT

Unabhängigkeit in Sachen Energie

Energiemanagementsysteme optimieren die Nutzung von selbst erzeugtem Strom und Wärme, Dienstleister bieten vollständige Services rund um Energieanlagen.

Das Solarpanel auf dem Dach und das Windrad auf dem Hof sind inzwischen ein gewohnter Anblick geworden. Die technologische Entwicklung der vergangenen Dekaden hat Verbraucher in die Lage versetzt, unabhängig, einfach und umweltfreundlich ihre eigene Energie zu erzeugen und zu speichern. Ob im Reihenhaus, dem mittelständischen Produktionsbetrieb oder im Seniorenheim: Eigenständige Anlagen können einen großen Teil der Energie liefern, die in einem Gebäude benötigt wird.

Da erzeugter Strom und Verbrauch keine konstanten Größen, sondern Schwankungen unterworfen sind, greifen Betreiber auf Energiemanagementsysteme zurück, um einen Lastausgleich zu erzielen. Alle Energie-Bereiche im Gebäude werden durch das System abgedeckt: Strom, Wasser, Wärme und Gas. Die Systeme messen, erfassen und steuern die Produktion, den Verbrauch und die Speicherung automatisch und beziehen dabei verschiedene Faktoren ein, um Erzeugung und Nutzung optimal in Einklang zu bringen.

Auch Wetterprognosen, die zwangsläufig Einfluss auf die produzierte Strommenge haben, finden automatisch Eingang in die Steuerung. Nicht benötigter Strom wird heute in sanierten Gebäuden häufig mithilfe von Wärmepumpen in Wärme umgewandelt. Durch ihre langsame Dynamik und die Lagerung der thermischen Energie ist so ein Verschieben der Energieaufnahme möglich. Zum Speichern elektrischer Energie werden Batterietechnologien eingesetzt.

Der Energiemanager fängt die Spitzenzeiten jedoch nicht nur durch intelligente Speicherverfahren ab: Er kann auch die Nutzung des Stroms und das Verbrauchsverhalten steuern, also zum Beispiel die Waschmaschine automatisch erst dann einschalten, wenn die Sonne scheint und die Solarzellen entsprechend viel Energie erzeugen. Die Effizienz der Anlagen wird dadurch erheblich gesteigert: Das schont Ressourcen, schützt das Klima und spart Kosten. Energiemanagementsysteme sind in der Regel flexibel und können mit vielen verschiedenen Technologien – Solar, Windkraft, Blockheizkraftwerken, Speichersystemen etc. – verbunden werden.

Text: Ulrike Christoforidis

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Journalist

Ulrike Christoforidis

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